Samojede

Samojede

Der Samojede ist ein fröhlicher, weißer Schlittenhund mit dem berühmten 'Samojeden-Lächeln' — freundlich, aktiv und ein flauschiger Sonnenschein.

Steckbrief

HerkunftRussland (Sibirien)
GrößeMittel (50–60 cm)
Gewicht16–30 kg
Lebenserwartung12–14 Jahre
FCI-GruppeSpitze und Hunde vom Urtyp
FellDicht, üppig, doppelt, weiß oder cremefarben
Bewegungsbedarf
Pflegeaufwand
FreundlichFröhlichAktivGeselligSanft
⚠️
Für Erfahrene
Kinderfreundlich
Haus mit Garten

Charakter und Wesen

Der Samojede ist einer der freundlichsten Hunde überhaupt. Er liebt Menschen, Kinder, andere Hunde und im Grunde alles, was lebt. Sein berühmtes „Lächeln" spiegelt sein sonniges Gemüt wider. Als Wachhund ist er völlig ungeeignet — er würde jeden Eindringling begeistert begrüßen.

Samojeden sind gesellige Hunde, die ungern allein sind. Sie können ihre Unzufriedenheit durch Bellen und Heulen lautstark ausdrücken. Sie sind intelligent, aber mit einem gewissen Eigensinn — sie gehorchen, wenn sie Lust dazu haben.

Geschichte

Der Samojede stammt von den nomadischen Samojeden-Völkern Sibiriens, die diese Hunde seit über 3.000 Jahren als Schlitten-, Hüte- und Wachhunde nutzen. Die Hunde lebten eng mit den Familien zusammen und dienten auch als Wärmespender in den eisigen Nächten. Im späten 19. Jahrhundert kamen die ersten Samojeden nach Europa und wurden schnell als Ausstellungs- und Begleithunde beliebt.

Haltung und Pflege

Samojeden brauchen viel Bewegung und sind ideal für aktive Halter. Schlittenhundesport, Wandern und Joggen bei kühlem Wetter sind perfekte Aktivitäten. Sie sind hitzeempfindlich und sollten im Sommer geschont werden.

Die Fellpflege ist extrem aufwendig: Mindestens 3 Mal pro Woche gründliches Bürsten, im Fellwechsel täglich. Das weiße Fell darf nicht geschoren werden, da es auch als Sonnenschutz dient.

Gesundheit

Typische Gesundheitsprobleme:

  • **Hüftdysplasie (HD)**
  • **Progressive Netzhautatrophie (PRA)**
  • **Samojeden-Hereditäre Glomerulopathie** (Nierenerkrankung)
  • **Hypothyreose** (Schilddrüsenunterfunktion)
  • **Diabetes mellitus**

Für wen geeignet?

  • Aktive Familien mit viel Zeit für Fellpflege
  • Hundeliebhaber in kühlerem Klima
  • Menschen, die einen fröhlichen, geselligen Hund suchen
  • Nicht geeignet für Berufstätige ohne Betreuung oder Hitze-Regionen

Häufige Fragen zum Samojede

Was ist das Samojeden-Lächeln?
Die nach oben gebogenen Mundwinkel des Samojeden erzeugen den Eindruck eines permanenten Lächelns. Diese Eigenschaft wurde gezielt gezüchtet — die hochgezogenen Lefzen verhindern, dass der Hund bei extremer Kälte sabbert und der Speichel zu Eiszapfen gefriert.
Haaren Samojeden viel?
Ja, Samojeden haaren extrem viel, besonders im Fellwechsel (zweimal im Jahr). Das ausgefallene Unterfell kann sogar zu Wolle versponnen werden (Samojeden-Wolle). Tägliches Bürsten ist im Fellwechsel unvermeidlich.

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