Pekingese

Pekingese

Der Pekingese ist ein würdevoller, eigenwilliger kleiner Palasthund — stolz, unabhängig und mit einer königlichen Ausstrahlung.

Steckbrief

HerkunftChina
GrößeKlein (15–23 cm)
Gewicht3–6 kg
Lebenserwartung12–14 Jahre
FCI-GruppeGesellschafts- und Begleithunde
FellLang, üppig, mit dichter Unterwolle und Löwenmähne
Bewegungsbedarf
Pflegeaufwand
WürdevollEigensinnigMutigUnabhängigTreu
⚠️
Für Erfahrene
⚠️
Bedingt kinderfreundlich
Wohnungstauglich

Charakter und Wesen

Der Pekingese ist ein Hund mit königlichem Selbstverständnis. Er weiß, dass seine Vorfahren in den Palästen Chinas gelebt haben, und verhält sich entsprechend. Er ist würdevoll, eigensinnig und lässt sich nicht leicht beeindrucken. Gehorsam ist für ihn eine Frage der Überzeugung, nicht der Unterwerfung.

Trotz seiner kleinen Größe ist er mutig und scheut sich nicht, deutlich größere Hunde in die Schranken zu weisen. Gegenüber seiner Bezugsperson ist er treu und liebevoll, bleibt aber immer ein eigenständiger Charakter.

Geschichte

Der Pekingese ist eine der ältesten Hunderassen und wurde über Jahrhunderte als heiliger Palasthund am chinesischen Kaiserhof gehalten. Der Diebstahl eines Pekingesen wurde mit dem Tod bestraft. Erst 1860, als britische Truppen den Sommerpalast in Peking plünderten, gelangten die ersten Pekingesen nach Europa. Queen Victoria erhielt eines der fünf erbeuteten Hunde.

Haltung und Pflege

Der Pekingese braucht wenig Bewegung und ist ein idealer Wohnungshund. Kurze Spaziergänge und ruhige Spielzeiten reichen aus. Er ist hitzeempfindlich und sollte im Sommer geschont werden.

Die Fellpflege ist sehr aufwendig: Tägliches Bürsten ist Pflicht, um Verfilzungen zu vermeiden. Die Gesichtsfalten müssen regelmäßig gereinigt werden. Viele Halter lassen das Fell kürzer trimmen, um den Pflegeaufwand zu reduzieren.

Gesundheit

Typische Gesundheitsprobleme:

  • **Brachyzephales Syndrom** — Atemprobleme durch flache Schnauze
  • **Bandscheibenvorfall** — durch den langen Rücken
  • **Augenprobleme** — hervortretende Augen sind verletzungsanfällig
  • **Hautfalteninfektionen**
  • **Hitzschlag** — extreme Hitzeempfindlichkeit

Für wen geeignet?

  • Ruhige Singles und Senioren
  • Wohnungsbesitzer
  • Menschen, die einen eigenständigen, ruhigen Begleiter suchen
  • Nicht geeignet für Familien mit kleinen Kindern oder sehr aktive Halter

Häufige Fragen zum Pekingese

Ist der Pekingese ein Schoßhund?
Der Pekingese mag auf dem Schoß liegen, aber er ist kein unterwürfiger Schoßhund. Er entscheidet selbst, wann und wo er Nähe sucht. Er hat einen starken eigenen Willen und lässt sich nicht herumkommandieren.
Haben Pekingesen Atemprobleme?
Ja, der Pekingese ist brachyzephal (kurzköpfig) und kann unter Atemproblemen leiden. Auf Zucht mit moderater Schnauze achten. Bei Hitze und Anstrengung ist besondere Vorsicht geboten.

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